Mein Freund vom Friedhof
von ©
. Hans Peter Schulzke . . 11.12.2010
Wenn ein Haustier gehen muss von
dieser Welt,
dem Besitzer dieses nicht gefällt.
Viele Jahre, oder auch nur kurz
verweilt,
hat der Freund des Menschen,
mit ihm verbracht eine schöne Zeit.
Trennung tut beiden weh, ich sah
einen Hund sitzen
an Herrchens Grab, bis kam der
Schnee.
Er tat mir Leid, mit seinem nun
weißem Haarkleid.
Geh nicht zu nahe an ihn ran, sagte
der Friedhofsgärter,
gestern biss er noch einen alten
Mann.
Doch nun ging er mit, an der Leine
die ich mitgebracht,
denn noch eine kalte Nacht hätte er
bestimmt nicht geschafft.
Misstrauisch schaute er immer zu mir
hoch,
los machte ich ihn erst auf dem
abgeschlossenen Hof.
Machte auf die Türe, und ging
hinein, Er blieb draußen,
wie sollte das auch anders sein ?
Einen Fressnapf mit feinem
Dosenfleisch stellte ich ihm hin,
auf die oberste Stufe, drehte mich
um, und ging.
Vom Flurende ich gesehen,
ganz vorsichtig kam er die Treppe
rauf, und blieb dann stehen.
Fressnapf war ganz schnell leer,
seine Augen fragten,
gibt es denn noch mehr ?
Ganz langsam nahm ich den Napf mit
einer Hand, er kam nach,
drückte sich noch scheu so an die
Wand.
Im Zimmer was schön warm,
schnupperte er dann an meinem Arm.
Sein Haarkleid was ja sehr nass,
ließ er sich nun trocknen,
und das machte sichtlich Spaß.
Dann kraulte ich ihm noch seine
Haare, Er ließ es zu,
weil wir nun schon Freunde waren.
Er merkte schnell, von mir bekam er
keine Schelte,
denn ich holte ihn ja aus der Kälte.
Zehn Jahre war er mir ein
treuer Begleiter, Tag für Tag,
dann merkte ich, dass er nicht mehr
laufen mag.
Sein Alter habe ich ihm nicht
angesehen,
der Tierarzt der ihn untersuchte,
schätzte laut Befund
sieben Jahre zu der
Zehn.
Dann ging er den Weg den jeder Hund
mal gehen muss,
über die Regenbogenbrücke,
damit war mit der Freundschaft
Schluss
Nun liegt er zwischen Tannen in kühler Erde,
ach wenn Er doch noch bei mir wäre.

